Sie haben vor Jahren ein Unternehmen gegründet, waren super-erfolgreich und sind gewachsen. Aus einer Handvoll Mitarbeitenden wurden 20, 50 oder mehr. Gratulation!

Und jetzt? (Bleibt) alles super?

Sie haben bereits Struktur eingeführt, eine Führungsebene eingezogen, Controlling etabliert. Eigentlich sollte nun alles reibungslos funktionieren. Tut es aber nicht. Mitarbeiter sind unzufrieden, beklagen sich über schlechte Kommunikation, erste Konflikte treten auf.

Krise PionierunternehmenOder: Sie denken sich vielleicht: „Naja, ein bissal chaotisch is es schon. Das is halt so. Aber wir haben bis jetzt noch alles bewältigt.“ Gleichzeitig bemerken Sie bei Ihren Mitarbeitern aufkeimenden Unmut, Rufe nach mehr Struktur werden laut.

Ich kann Sie beruhigen, Sie sind in guter Gesellschaft. Das sind Symptome, die naturgemäß in der Entwicklung von Unternehmen auftreten – nicht nur in Ihrem Unternehmen. Sie sind Hinweis darauf, dass alte Grundsätze, Denkmuster und Strukturen aktuell nicht mehr greifen und es (bewusste) Veränderung braucht. Das, was Sie früher erfolgreich gemacht hat, wird zum (teilweise) problematisch erlebten Symptom von heute.

Was also tun?

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Jede Organisation tickt anders und ist geprägt von ihren Gründungs- und Führungspersönlichkeiten.
Im Grunde geht es um die Beantwortung der einfach anmutenden Fragen: Wie wollen wir zusammenarbeiten? Welche Grundsätze sollen gelten?

Infobox_PolaritätenDabei kommen unterschiedliche Polaritäten ins Spiel, die Sie vermutlich auch in Ihrem Unternehmen beobachten können, sei es durch Diskussionen oder Konflikte. Da geht es u.a. um die Balance zw. situativem Handeln vs. Standardregelungen, Risikobereitschaft vs. Sicherheits-streben, Ziel-/Zweck-orientierung vs. Effizienz-/Mittelorientierung.

Also: Ja, es braucht Struktur. Die Frage ist nur: wieviel und wo? In welchen anderen Bereichen soll sich etwas verändern? Wovon braucht es mehr, wovon weniger?

In der Regel kennt das System, also Sie und Ihre Mitarbeitenden, die Antworten ganz gut. Es braucht nur die geeignete Plattform und Anleitung, um dieses Wissen sichtbar zu machen. Vielleicht bedarf es auch des einen oder anderen Aushandlungsprozesses oder es muss gegenseitiges Verständnis geweckt werden.

Mitunter braucht auch das Verabschieden des „Alten“ seine Plattform. Etwas Neues kann erst dort entstehen, wo das Alte losgelassen wurde – wir alle kennen das. Je nachdem wie einschneidend die Veränderungen erlebt werden, helfen hier die bewußte Reflexion, das geleitete innere Loslassen oder auch Symbolhandlungen.

Jedenfalls kommen Sie bei einem gut geführten Prozess mit Einbindung der richtigen Mitarbeiter rasch zu ersten, direkt umsetzbaren Ergebnissen.

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Ich stehe Ihnen gerne für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.

 

Literatur: Lievegoed/Glasl, Dynamische Unternehmensentwicklung, 2016